+ + + GSA News 14/2014 + + +

Race Report (D) Oschersleben 20 .- 24. August 2014

Round 4 FIM European Supermono Cup (ESA+GSA)

Nachdem im letzten Jahr an gleicher Stelle das 25. Jubiläum gefeiert wurde, ging es für die
Supermonos vom 20.-24. August wieder in die etropolis Motorsport Arena Oschersleben.
Den 17.500 Fans wurde neben der Langstrecken-WM auch bei Lauf 7 und 8 des FIM Europe
Supermono Cups Rennsport vom Feinsten geboten. Dementsprechend groß war das
Medieninteresse.

Das Starterfeld der Supermonos war diesmal nicht nur von der Maschinenvielfalt – Moto3,
Minimonos, Prototypen und Kleinhersteller – sondern auch vom Fahreralter her bunt
gemischt. Es waren Fahrerinnen und Fahrer von 15-60 Jahren am Start.

Beide Rennen sorgten für erhebliche Spannung, auch wenn der ersehnte Zweikampf
zwischen Leader Mike Velthuizen und Lukas Wimmer schon nach dem Qualifying
unwahrscheinlich war. Wimmer blieb aufgrund technischer Probleme nur die letzte
Startreihe.

Rennen 1 (12 Runden):
Der erste Lauf hatte es in sich. An der Spitze bildete sich ein Viererzug aus Velthuizen,
Jerry van de Bunt und Jocelyn Henry und Ernst Dubbink. Henry war es auch, der trotz
seines Ausfalls zur Rennmitte mit 1:35,487 die schnellste Rennrunde fuhr. Manfred „Manni“
Kehrmann konnte in den Kampf um den Sieg nicht mehr eingreifen. Er landete mit seiner
BMW Pami auf dem vierten Rang. Das sicherte ihm jedoch noch den Sieg in der GSA-
Wertung vor Frank Brüntrup und Michael Campen.

Nach einer starken Schlussphase, in der er sich einen Vorsprung von 3,761 Sekunden
herausfuhr, kam Van de Bun auf der Rotax 450 als Erster über den Zielstrich vor Velthuizen
und Dubbink auf der Moto3.

Auch im Mittelfeld wurde die 12 Runden über hart gekämpft. So mischte Marjorie Herve das
Feld lange auf, bis sie in der Hasseröder Kurve ausrutschte und das Rennen nach neun
Runden beenden musste. Tim Holtz, der mit 15 Jahren jüngste Pilot im Feld, sicherte sich
bei seinem Debüt als Gast bei den Supermonos den fünften Platz vor dem Londoner Perry
Goldstein.

Rennen 2 (12 Runden):
Im zweiten Rennen ging Jerry van de Bunt gehandicapt an den Start, da er im ersten Lauf in
der Auslaufrunde mit Frank Brüntrop kollidiert war und ihm die Prellungen noch zu schaffen
machten. Den besten Start erwischte wieder Mike Velthuizen, der jedoch vom Technikteufel
heimgesucht wurde und wegen Wassermangel im Motor auf einen 22. Platz rollte.

An die Spitze des Feldes setzte sich bereits in der zweiten Runde Moto3-Pilot Ernst
Dubbink, der sich im Ziel einen Vorsprung von knapp zwanzig Sekunden herausgefahren
hatte und gewann. Hinter ihm entbrannte ein harter Dreikampf, den am Ende Manni
Kehrmann vor van de Bunt und Brian Slooten für sich entscheiden konnte. Kehrmann machte
in der GSA somit einen Doppelsieg perfekt.

Lukas Wimmer machte derweil einen großen Sprung. Der 21-Jährige aus Österreich
arbeitete sich durch das Feld und landete auf Platz 5, was ihm noch 6 Punkte in der Europa-
Meisterschaft einbrachte.

In der FIM-Gesamtwertung wird es noch einmal richtig spannend: Lukas Wimmer (90
Punkte) geht als Führender vor Perry Goldstein (77 Punkte) und Frank Brüntrup (75) nach
Assen, wo vom 10.-12.Oktober das Saisonfinale stattfindet. In der GSA-Tabelle führt Manni
Kehrmann deutlich vor Brüntrup und Campen.